das SCHÖNE an CORONA...

von Frederic Bravo Paredes

Ein veränderter Stadtblick!

Das Pendeln mit dem Fahrrad während des Lockdown veränderte den Blick

Seit 2009 liegt mein Kölner Lebensmittelpunkt in den Stadtteilen Kalk (Wohnung), Bickendorf/Ossendorf (Arbeit) und dem Fahrtweg dazwischen. Das sind die Stadteile Deutz, Innenstadt und Ehrenfeld, verbunden durch die Hohenzollern – und die Deutzerbrücke.

Nach dem Lockdown März/April wurde die Stadt gespenstisch leer. Die tägliche Fahrt mit dem Fahrrad durch die Innenstadt wurde allerdings schaurig schön…. fast keine Autos, dafür ein blauer Himmel ohne Kondensstreifen aufgrund fehlender Flieger... und die Luft war aufgrund der "fehlenden" Verkehrsabgase wie auf dem Land. Wirklich gute Luft in Köln - unfassbar!

Kein Gedrängel von anderen Verkehrsteilnehmer*innen, da kaum oder gar nicht vorhanden. Dafür bekamen Straßenzüge und Gebäude einen anderen Rahmen, der Blick aufs Ganze wurde auf einmal freigestellt. Und das morgens- mittags- nachmittags, egal ob in der Woche oder gar am Wochenende.

Der Deutzer Bahnhof war z.B. um fünf vor eins in der Woche ohne Menschen, Fußgänger und Taxis.
Willi saß nachmittags allein auf seinem Platz an der Apostelnstraße, das große Tor am Eigelstein schien morgens einsam und allein.

Die Altstadtgassen und der Ostermannbrunnen ohne Touri`s oder Anwohner*innen. Selbst die Domplatte war wirklich ohne Menschen....

Nun kehrt der Verkehr samt dem ganzen Trubel langsam aber sicher zurück, doch die (Seiten-) Blicke auf die leere Gereonsstraße, den Heumarkt mit seiner prächtigen Apostelkirche oder die Weite der Subbelrather Straße werde ich nie vergessen.

Der Stadtblick hat sich langfristig verändert – vergrößert – erweitert.
Das wird bleiben und ich werde es sicherlich noch lange sehen und genießen.

  Thomas / Kalk-Bickendorf-Ossendorf / 46 

 

Haben auch Sie eine besondere und schöne Geschichte in der Corona-Zeit erlebt?

Was war schön und was davon soll (wird) bleiben?

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